Speisepilze besitzen nicht nur wertvolle kulinarische und medizinische Qualitäten, in der Natur erfüllen sie zahlreiche ökologische Funktionen wie z.b. der symbiotische Nährstoffaustausch mit Pflanzenwurzeln und der Zersetzung organischer Abfälle. Pilze sind in der Lage je nach vorhandenem Nährstoffangebot passende Enzyme zu produzieren um damit diese Materialien und Stoffe zu 'verdauen' - dh. sie sind lernfähig. Diese Fähigkeiten führen zu Anwendungen wie Mycoremediation und Mycorestauration, wo z.b. kontaminierte Böden mithilfe von Pilzen restauriert und 'geheilt' werden können.

Aufgrund ihrer Fähigkeiten landwirtschaftliche Nebenprodukte und Abfälle zu verdauen haben sie als günstiger Proteinlieferant großes Potential für die Zukunft, bei weltweit wachsender Bevölkerung und schwindenden landwirtschaftlichen Flächen. In Asien mit seiner langen vegetarischen Tradition werden Speisepilze schon seit vielen Jahrhunderten als vollwertiger Fleischersatz verwendet. Neben Proteinen, Vitaminen, Antioxidantien enthalten sie allerdings kaum Fette und bei der kulinarischen Verwendung ist es daher wichtig solche zu ergänzen, damit sich Geschmack und Gare optimal entfalten können.

ganzjährige Produktion

Durch den geschützten Anbau in unseren Gewächshäusern und die Verwendung von Pilzarten mit unterschiedlichen Temperaturansprüchen können wir ganzjährig kultivieren und ernten ohne die Temperaturen wirklich anpassen zu müssen.

regionale Rohstoffe und Vermarktung

Wir verwenden als Substrat Nebenprodukte wie Sonnenblumenschalen, Spelzen und Stroh aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Langfristig streben wir Partnerschaften mit regionalen Produzenten an, die uns zuverlässig mit hochwertigen Rohstoffen beliefern können. Frische ist bei Speisepilzen ein wesentliches Kriterium und die regionale Vermarktung ist daher naheliegend.

nachhaltig und resilient

Landwirtschaftliche Nebenprodukte sind zuverlässig nachwachsende Rohstoffe und unsere Pilzkulturen sind durch den Anbau in Gewächshäusern weitgehend vor Wetterextremen geschützt, die laut Klimaberichten in Zukunft zunehmen werden. Für die Hygienisierung des Substrats verwenden wir natürliche Rohstoffe wie Seife, Holzasche und Kalk und benötigen dadurch keine zusätzliche Energie um das Substrat aufwendig durch Hitze zu sterilisieren.